Wenn damals jetzt ist. Wenn das Jetzt damals ist.“ Mit diesen Sätzen beginnt das Buch der beiden schwedischen Autoren und endet mit einer kleinen Abwandlung auch wieder damit. Die Worte „jetzt“ und „damals“ sind für den Thriller „Made in Sweden“ von entscheidender Bedeutung, zum einen, weil die Vergangenheit der Hauptfiguren eng mit ihrer Gegenwart verbunden ist (auch wenn sie versuchen, sich davon zu lösen), und zum anderen, weil das Buch in die Teile „Jetzt“ und „Damals“ unterteilt ist, in denen die Autoren Ihnen die spannende Geschichte Stück für Stück servieren.
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In ihrem Werk schildern die Autoren die Entstehung, Entwicklung und den Untergang einer von drei Brüdern gegründeten Bande, die in Schweden ihr Unwesen treibt und besser, brutaler und einfallsreicher ist als jede andere in der gesamten Geschichte; zudem ist sie unauffindbar, da ihre Mitglieder nicht in der Polizeidatenbank erfasst sind, weil sie nie vorbestraft waren.

Wichtiger als die Geschichte selbst ist jedoch die psychologische Entwicklung der Figuren, ihr Denken, ihre Motive, Ziele, Beziehungen und vor allem ihr gegenseitiges Vertrauen.

Interessant ist, dass gerade Stefan Thunberg der jüngste vierte Bruder der Gründer der Militärbande ist, die in den 90er Jahren in Schweden ihr Unwesen trieb, auf die die Beschreibung als brutalste, einfallsreichste und unfassbarste Bande voll und ganz zutraf und von der der Thriller inspiriert ist. Auch Stefan Thunberg hat sich selbst nie an kriminellen Aktivitäten beteiligt, aber beim Schreiben von „Made in Sweden“ halfen ihm seine älteren Brüder. Auch wenn die Fakten so bearbeitet wurden, dass daraus Fiktion entstand, verleiht die Beteiligung einer Person, die den genannten Kriminellen so nahesteht, dem gesamten Text eine außergewöhnliche Authentizität.
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Die psychologische Ausarbeitung der Figuren ist wirklich ausgefeilt und detailreich. Der Leser verfolgt ihre Wandlungen im Verlauf der Handlung, während sich die Situation immer weiter zuspitzt, und kennt die inneren Beweggründe, die zu den Taten führen. Es gibt keine unlogischen oder unbegründeten Entscheidungen der Figuren, und dennoch verliert die Handlung nichts an Dynamik und Spannung.

Zwar wird gegen Ende deutlich, dass die Bande durch ihre Gier in den Untergang stürzt, doch wird die Handlung dadurch weder uninteressant noch vorhersehbar. Das Werk ist zudem ein Hinweis auf das wichtige gesellschaftliche Problem der häuslichen Gewalt, das die Kindheit der Hauptfiguren prägte. Dadurch lernten sie, diese Gewalt bei Raubüberfällen so einzusetzen, dass sie ihre Ziele erreichten.

Mit ihrer Geschichte, die auf der Realität und den Erfahrungen echter Räuber basiert, haben die Autoren eine breite Leserschaft in ihren Bann gezogen, und ihr Werk wurde zu einem weltweiten Bestseller. „Made in Sweden“ ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die nichts gegen Gewalt, Blut oder einen Blick auf die Dinge von der anderen Seite des Gesetzes einzuwenden haben.